DH2017 Call for Papers

Digital Humanities 2017: Access / Accès / Zugang – Call for Papers
Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO)
Ausgerichtet von der McGill University und der Université de Montréal (Québec, Kanada)
8–11 August 2017

Der Aufruf zur Einreichung von Beiträgen
steht auch auf Englisch, Französisch,
Italienisch und Spanisch zur Verfügung.

 

  • Vortrag/Poster/Panel: 01. November 2016, 23:59 WEZ
  • von einer SIG unterstütztes Workshop: 16. Dezember 2016, 23:59 WEZ
  • Workshop/Tutorial: 17. Februar 2017, 23:59 WEZ

https://www.conftool.pro/dh2017/

I. Allgemeine Information

Die Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) ruft zur Einreichung von Abstracts zu allen Aspekten der Digitalen Geisteswissenschaften für ihre jährliche Konferenz auf. Dazu zählen unter anderem:

  • Geisteswissenschaftliche Forschung, die durch digitale Medien, Künstliche Intelligenz oder maschinelles Lernen ermöglicht wird, Software Studien oder Informationsdesign und -modellierung;
  • Soziale, institutionelle, globale, mehrsprachige und multikulturelle Aspekte der Digitalen Geisteswissenschaften;
  • Computeranwendungen in den Literatur-, Sprach- , Kultur- und Geschichtswissenschaften, unter Einschluss der ‚öffentlichen Geisteswissenschaften‘ sowie interdisziplinärer Aspekte moderner Wissenschaft;
  • Quantitative Stilistik und Philologie unter Einschluss von Studien zu Big Data und Text Mining;
  • Digitale Kunst, Architektur, Musik, Film, Theater, neue Medien, Computerspiele und elektronische Literatur;
  • Neu aufkommende Technologien wie Physical Computing, Einplatinencomputer, minimales Computing, tragbare Geräte und ihre Anwendung in der geisteswissenschaftlichen Forschung;
  • Die Digitalen Geisteswissenschaften in der Pädagogik und in universitären Studienprogrammen.

Das Thema der 2017 stattfindenden Konferenz ist „Access / Accès“, also Zugang. Beiträge, die die Mobilisierung von Wissen, die sich an die Öffentlichkeit wendende Forschung, die Zusammenarbeit von Wissenschaftler_innen und Gemeinschaften, den offenen Zugang zu Programmcodes, Software, Forschung und Forschungsergebnissen sowie Aspekte der Forschung und Veröffentlichung in den digitalen Geisteswissenschaften, die auf Zugangstechnologien rekurrieren, fokusieren, sind besonders willkommen. Da Kanada ein zweisprachiges Land ist, wird auch die Konferenz zweisprachig ausgerichtet. Wir laden deshalb besonders dazu ein, Vorschläge für Präsentationen in den beiden offiziellen Sprachen, Französisch und Englisch, sowie den anderen ADHO Sprachen (Deutsch, Italienisch, Spanisch) einzureichen.

Präsentationen können sein:

  • Poster (Abstract von maximal 750 Wörtern);
  • Kurzvorträge (Abstract von maximal 1500 Wörtern)
  • Virtuelle Kurzvorträge (Abstract von maximal 1500 Wörtern)
  • Langvorträge (Abstract von 1500 Wörtern)
  • Sektionen mit mehreren Beiträgen, Podien eingeschlossen (normale Abstracts + eine Übersichtsdarstellung von ca. 500 Wörtern);
  • Vor der Konferenz stattfindende Workshops und Tutorien (Vorschlag von maximal 1500 Wörtern)

Die Frist für die Einreichung von Poster-, Kurzvorträge-, Langvorträge- und Sektionsvorschlägen beim internationalen Programmkomitee läuft am 1. November 2016 um Mitternacht WEZ ab. Eine Benachrichtigung darüber, ob der Beitrag angenommen wurde, werden die Vorschlagenden am 17. Februar 2017 erhalten.

Die von Special Interest Groups (SIG) unterstützten Workshopvorschläge müssen spätestens am 16. Dezember 2016 um Mitternacht MEZ eingegangen sein; die Benachrichtigung, ob der Vorschlag angenommen wurde, erfolgt spätestens am 30. Januar 2017

Die Frist für Vorschläge von Workshops und Tutorien läuft am 17. Februar 2017 um Mitternacht MEZ ab; die Benachrichtigung, ob der Vorschlag angenommen wurde, erfolgt spätestens am 10. März 2017.

https://www.conftool.pro/dh2017/

Diejenigen, die ConfTool schon früher für die Einreichung eines Vorschlags oder zur Begutachtung von Vorschlägen genutzt haben, sollten keinen neuen Account einrichten, sondern ihren schon existierenden nutzen. Wenn Sie Ihren Benutzernamen oder Ihr Passwort vergessen haben, wenden Sie sich bitte an die Vorsitzende des Programmkomitees, Diane Jakacki: diane {dot} jakacki {at} bucknell {dot} edu.

Um die Erstellung des Abstractbandes zur Konferenz zu vereinfachen, werden die Autor_innen von angenommenen Vorschlägen gebeten, die endgültig angenommenen Versionen ihrer Abstracts über den über ConfTool zur Verfügung gestellten DHConvalidator einzureichen, der die Abstracts in TEI Texte für die weitere Verarbeitung konvertiert.

II. Typen von Vorschlägen

Folgende 7 Typen von Vorschlägen können eingereicht werden: (1) Posterpräsentationen; (2) Kurzvorträge; (3) virtuelle Kurzvorträge; (4) Langvorträge, (5) Sektionen, die entweder aus drei Vorträgen bestehen oder halbe oder ganze Podiumssitzungen sind; (6) Vorschläge für vor der Konferenz stattfindende Workshops und Tutorien; (7) Vorschläge für von Special Interest Groups unterstütze und vor der Konferenz stattfindende Workshops. Basierend auf den Begutachtungen und dem Mandat, ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Programm zu erstellen, kann das Programmkomitee die Annahme eines Vorschlags in einer anderen Kategorie als der ursprünglich vorgeschlagenen anbieten. Das Programmkomitee wird in der Regel nicht mehr als zwei Einreichungen einer Haupt- oder Koautorin / eines Haupt- oder Koautors akzeptieren. Vorträge und Poster können auf Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch oder Spanisch gehalten werden. Das Programmkomitee wird im Rahmen von DH 2017 zum ersten Mal auf die weite Verbreitung von „Geflüster“ – ad hoc Übersetzung durch Mitglieder der Community und / oder mehrsprachige Ressourcen, wie visuelle Hilfsmittel – zur Unterstützung und Erleichterung des Austausches und Dialogs zwischen den die beiden Konferenzsprachen sowie die anderen offiziellen ADHO Sprachen Sprechenden hinarbeiten.

1) Posterpräsentationen

Posterpräsentationen (500 bis 750 Wörter) können Arbeiten zu jedem relevanten Thema beschreiben oder eine Vorführung von Projekten oder Software anbieten. Posterpräsentationen sind für Projekte, die sich in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung befinden, oder für die Vorführung von Werkzeugen oder Plattformen geeignet. Posterpräsentationen sollen interaktiv sein und den Referent_innen Gelegenheit geben, Ideen persönlich mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auszutauschen.

2) Kurzvorträge

Kurzvorträge (750–1500 Wörter) sollen über Experimente oder Work-in-progress berichten oder neu entworfene Werkzeuge oder Software in frühen Entwicklungsstadien vorstellen. Diese Präsentationsform soll es erlauben, in einer einzigen Sitzung bis zu fünf Kurzvorträge zu halten. Damit zu jedem Vortrag ein bis zwei Fragen gestellt werden können, sind die Vorträge auf 10 Minuten begrenzt.

3) Virtuelle Kurzvorträge

Die lokale Organisation hat sich bereit erklärt, im Rahmen von DH 2017 mit virtuellen Kurzvorträgen zu experimentieren und dafür einen eigenen Strang einzurichten. Die Vorschlagsbedingungen sind die gleichen wie bei den Kurzvorträgen: Vorschläge (750–1500 Wörter), die über Experimente oder Work-in-progress berichten oder neu entworfene Werkzeuge oder Software in frühen Entwicklungsstadien vorstellen. Obwohl in diesem Strang eine bidirektionale Präsentation angestrebt wird, wird von den Vortragenden erwartet, dass sie im Vorfeld ein nicht länger als 10 Minuten dauerndes Video ihrer Präsentation produzieren, das im Falle technischer Schwierigkeiten bei der Herstellung einer Echtzeitverbindung abgespielt werden kann. In den Vorschlägen muss der virtuelle Pfad spezifiziert werden. Nota bene: diejenigen, deren virtueller Kurzvortrag angenommen wurde, müssen sich wie alle anderen Vortragenden zur Konferenz anmelden.

4) Langvorträge

Langvorträge (750 bis 1500 Wörter) sind geeignet für: grundlegende, abgeschlossene und bisher unveröffentlichte Forschung; Berichte über die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und / oder für streng theoretische, spekulative oder kritische Diskussionen. Für die einzelnen Vorträge sind 20 Minuten Präsentationszeit und 10 Minuten für Fragen vorgesehen.

Vorschläge, die die Entwicklung von neuen Methoden oder digitalen Ressourcen betreffen, sollen aufzeigen, wie die Methoden auf die Forschung und / oder Lehre in den Geisteswissenschaften angewandt werden und welche Auswirkungen sie auf die Formulierung und das Herangehen an die Forschungsfragen hatten. Zudem sollen sie die Anwendung solcher Methoden in den Geisteswissenschaften einer kritischen Wertung unterziehen. Vorträge, die ein spezifisches Werkzeug oder eine spezifische digitale Ressource in den Geisteswissenschaften zum Gegenstand haben, sollen sowohl traditionelle als auch computerbasierte Herangehensweisen an die Fragestellung zitieren und die angewandten computationellen Methoden einer kritischen Wertung unterziehen. Alle Vorschläge sollen eine Aufstellung der relevanten Fachliteratur enthalten.

5) Sektionen mit mehreren Vorträgen

Diese bestehen normalerweise aus einem 90-minütigen Podium von vier bis sechs Vortragenden oder drei Langvorträgen zu ein und demselben Thema. Im Rahmen von DH 2017 laden wir auch zu Vorschlägen für 45-minütige Podien von zwei bis drei Vortragenden ein. Die Organisator_innen von Podien reichen eine Beschreibung des Themas im Umfang von 750–1500 Wörtern ein, aus der auch die Organisation und die Teilnehmer_innen am Podium hervorgehen und in der bestätigt wird, dass die einzelnen Vortragenden bereit sind, an der Sitzung teilzunehmen.

Die Organisator_innen von Sektionen, die aus Vorträgen zu einem bestimmten Thema bestehen, reichen zusammen mit einer Beschreibung des Themas im Umfang von 500 Wörtern die einzelnen Abstracts der Vorträge von 750–1500 Wörtern ein und bestätigen, dass jeder Autor / jede Autorin bereit ist, an der Sitzung teilzunehmen. Vorträge, die als Teil einer Sektion eingereicht werden, dürfen nicht zusätzlich individuell unter einer anderen Kategorie eingereicht werden.

Da die Konferenz die einmalige Gelegenheit bietet neue Wissenschaftler_innen an spezifische Forschungsgebiete heranzuführen, raten wir denjenigen, die Podien oder Vortragssektionen vorschlagen, sicher zu stellen, dass die Zusammensetzung des Podiums entweder die Beschaffenheit des in Frage stehenden Forschungsfeldes und / oder Forschungsthemas repräsentiert oder ausdrücklich Probleme in diesem Bereich anspricht. Sollte das Netzwerk der Vorschlagenden selbst dafür zu begrenzt sein, kann das Programmkomitee sie beraten und Hinweise auf Personen geben, die zur Erweiterung des Podiums angesprochen werden können.

6) Vor der Konferenz stattfindende Workshops und Tutorien

Von Teilnehmer_innen an Workshops und Tutorien, die vor der Konferenz stattfinden, wird erwartet, dass sie sich für die ganze Konferenz anmelden und für die Teilnahme an den Workshops und Tutorien eine kleine zusätzliche Gebühr entrichten. Unter Tutorien werden normalerweise intensive Einführungen in spezifische Techniken, Softwarepakete oder theoretische Ansätze mit einer kleinen Zahl von Teilnehmenden verstanden. Workshops können ganz verschiedene Formen annehmen, darunter die von Sitzungen, die von einer ganzen Reihe von Beitragenden und Beiträgen gestaltet werden, oder die von Sitzungen, für welche die Organisierenden auf der Basis eines eigenen Call for Papers Beiträge auswählen.

Die Vorschläge sollten die folgenden Informationen enthalten:

  • Titel und kurze Beschreibung des Inhalts oder Themas und seiner Bedeutung für die Digital Humanities Gemeinschaft (nicht mehr als 1500 Wörter);
  • Vollständige Kontaktdaten aller Leiter_innen des Tutoriums oder des Workshops sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen und Schwerpunkten;
  • Eine Beschreibung der Zielgruppe und der erwarteten Zahl von Teilnehmer_innen (basierend, wenn möglich, auf früheren Erfahrungen);
  • Genau Angaben zur benötigten technische Ausstattung.

Darüber hinaus sollen die Vorschläge von Tutorien

  • eine kurze Darstellung des Programms enthalten, aus der hervorgeht, dass die Kerninhalte in einem halben Tag vermittelt werden können (ca. 3 Stunden, plus Pausen). In Ausnahmefällen können ganztägige Tutorien unterstützt werden.

Vorschläge von Workshops sollen enthalten:

  • Angaben zur geplanten Dauer und zum Format des Workshops (mindestens ein halber Tag, maximal eineinhalb Tage);
  • Angaben zu den geplanten Kosten (da erwartet wird, dass sich Digital Humanities Workshops selbst finanzieren);
  • Falls zum Workshop ein eigener Call for Participation veröffentlicht wird, Angaben zur Einreichungsfrist und zum Datum der Annahmebenachrichtigung sowie eine Liste der Personen, die sich zur Mitarbeit im Programmkomitee des Workshops bereit erklärt haben.

7) Von einer SIG unterstützte Workshops

Workshops, die von einer SIG unterstützt werden und ein für die jeweilige SIG relevantes Thema fokusieren, müssen die gleichen Regeln beachten, wie andere Workshops. Zusätzlich ist Folgendes zu beachten:

  • Der Einreichung ist ein Unterstützungsschreiben der SIG beizufügen
  • Die Einreichungsfrist endet früher als die anderer Workshops (siehe oben)
  • Zumindest 10 Personen müssen ihre Teilnahme zugesagt haben.

III. Verhaltenskodex der Konferenz

Die Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) setzt es sich zum Ziel, eine sichere, respektvolle und kollegiale Konferenzumgebung zu schaffen, zum Nutzen aller, die an der Konferenz teilnehmen, und zur Förderung der Forschung in und der Beschäftigung mit Gebieten, die von den Organisationen, die ADHO bilden, unterstützt werden. Der Verhaltenskodex der ADHO Digital Humanities Konferenz steht hier zur Verfügung: http://adho.org/administration/conference-coordinating-program-committee/adho-conference-code-conduct.

IV. Informationen zum Tagungsort und zum Thema

DH 2016 findet in Montréal, Kanada statt. Ausgerichtet wird sie gemeinsam von der McGill University und der Université de Montréal. Da die Konferenz in Montréal, der zweitwichtigsten frankophonen Stadt der Welt, stattfindet, wird 2017 die jährliche Konferenz zum ersten Mal offiziell zweisprachig sein. Die offiziellen Sprachen sind Französisch und Englisch. Das Thema der Konferenz, „Access / Accès“, unterstützt die Selbstverpflichtung der lokalen Organisation, die Konferenz in finanzieller, sprachlicher und logistischer Hinsicht für Digital Humanists zugänglicher zu machen.

V. Stipendien für Nachwuchswissenschaftler_innen

Die Alliance of Digital Humanities Organizations bietet eine begrenzte Anzahl von Stipendien für am Anfang ihrer Laufbahn stehende Wissenschaftler_innen an, die bei der Konferenz vortragen. Die Bewerbungsmodalitäten werden auf der Webseite von ADHO bekannt gegeben werden: http://www.adho.org.

VI. Internationales Programmkomitee

  • Vorsitzende: Diane Jakacki (CSDH/SCHN)
  • Vorsitzender: Glen Worthey (ACH)
  • Aurélien Berra (EADH)
  • Jeremy Boggs (ACH)
  • Marco Büchler (centerNet)
  • Johanna Drucker (ACH)
  • Dominic Forrest (CSDH/SCHN)
  • Asanobu Kitamoto (JADH)
  • Laura Mandell (centerNet)
  • Sophie Marcotte (Humanistica)
  • Maki Miyake (JADH)
  • Simon Musgrave (AADH)
  • Christian-Emil Ore (EADH)
  • Glenn Roe (AADH)
  • Maurizio Lana (MLMC SC)
  • ausscheidender Vorsitzender: Manfred Thaller (EADH)

Dank für die Übersetzung gebührt Elisabeth Burr, Universität Leipzig, Deutschland
Thanks for the translation go to Elisabeth Burr, University of Leipzig, Germany

https://www.conftool.pro/dh2017/